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Naturwissenschaften und Technik live erleben - Abschlussveranstaltung der Schüler-Akademie 2009/2010

Eine durchweg positive Bilanz zogen die Beteiligten über Verlauf und Ergebnis der SANTO Schüler-Akademie für Naturwissenschaft und Technik in der Oberstufe in den Schuljahren 2009 und 2010. Wie es bei der Abschlussveranstaltung am 14. Februar in der Hochschule Aschaffenburg hieß, erlebten die Fachleute in den Unternehmen und die Hochschulprofessoren engagierte und begeisterte Schülerinnen und Schüler.

Basis der Schüler-Akademie ist eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Gymnasien, Wirtschaft und der Hochschule Aschaffenburg. Sie soll dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern umfassende Einblicke und Erfahrungen über die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung zu geben und ihnen dadurch eine frühzeitige Orientierung im Hinblick auf Studium und Beruf ermöglichen.

Der Startschuss für das erste SANTO-Projekt fiel bereits im September 2009. Im System des G-8-Gymnasiums ist es als P-Seminar (beim einen oder anderen Gymnasium verbunden mit einem W-Seminar) eingestuft. Dementsprechend wird über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren die Berufswahl trainiert. Unter anderem geht es dabei um Bewerbungstraining, Projektmanagement und andere Techniken. Kernstück war und ist aber eine Projektwoche, in der die ca. 75 beteiligten Schüler und Schülerinnen aus dem, Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach, dem Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach, dem Johannes-Butzbach-Gymnasium in Miltenberg, der Maria-Ward-Schule in Aschaffenburg und dem Spessart-Gymnasium in Alzenau konkrete Projekte in den dreizehn Partner-Unternehmen bearbeitet haben.

Unternehmenspartner waren die AVG in Aschaffenburg (Aschaffenburger Versorgungs GmbH), carhs in Alzenau, CibaVision in Großwallstadt, Continental Safety Engineering in Alzenau, EMB in Miltenberg, FMB in Faulbach, Linde Material Handling in Aschaffenburg, Mainsite in Obernburg, Oswald in Miltenberg, Reis-Robotics in Obernburg, Reuter Technologie in Alzenau, Ruf in Kleinheubach, Schott Solar in Alzenau, TAKATA, TRW und Weber in Aschaffenburg sowie WIKA in Klingenberg.

Die Schülerinnen und Schüler haben in kleinen Gruppen in ihrer Projektwoche bei den dreizehn Partner-Unternehmen beispielsweise Roboter und Mikroprozessoren programmiert, Kontaktlinsen hergestellt, geschweißt, gelötet und gemessen. Dabei haben sie die Berufsbilder von Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern kennengelernt und natürlich auch ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Arbeiten in der Industrie anfühlt. Wichtig war es auch, einmal ganz konkret in der Hochschule Aschaffenburg zu erleben, wie das mit dem Studieren läuft.

Wie IHK-Vizepräsident Albert Franz in seinem Statement sagte, hat der Ablauf bei der ersten SANTO-Runde klar bestätigt, dass in solchen Projekten viel intensivere Erfahrungen mit Naturwissenschaft und Technik, aber auch mit der Arbeitswelt in der Industrie schlechthin möglich sind, als bei herkömmlichen Praktika. Für die Unternehmen, die Gymnasien und die Hochschule sei das SANTO-Projekt ein spannendes Experiment, weil alle Beteiligten damit ausgefahrene Gleise verlassen müssten. Schließlich hätten die Projekttage meist außerhalb der „normalen“ Unterrichtszeiten und auch in den Ferien stattgefunden. Franz dankte den Lehrern, den Ausbildern in den Unternehmen und den Hochschulprofessoren dafür, dass sie dieses Projekt zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben so engagiert mitgetragen hätten.

Als Vertreter der Schulaufsicht würdigte Studiendirektor Rainer Hubl die SANTO-Ergebnisse. Die gelungene Zusammenarbeit zwischen Schule, Unternehmen und Hochschule dürfe keine Eintagsfliege bleiben – ihr Fundament müsse stabilisiert und verbreitert werden.

Professor Hinrich Mewes, Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften, bekräftigte das Engagement der Hochschule für die Zusammenarbeit mit den Schulen beim SANTO-Projekt. Die Hochschule wolle damit letztlich für das Studium in Aschaffenburg werben. Mewes zeichnete dann die besten Schüler-Präsentationen mit einem Buchpreis aus. Ausgezeichnet wurden die SANTO-Gruppe des HSG Hösbach bei Linde MH (Projekt: Schweißen), die Gruppe HSG Erlenbach bei Reis (Projekt: Roboter-Programmier-Kurs), die Gruppe Maria-Ward-Schule bei TRW (Projekt Lackierung einer Airbagabdeckkappe) und die Gruppe Spessart-Gymnasium bei Reuter Technologies (Projekt Vakuumtechnik und Materialprüfung).

Die SANTO Abschlussdokumentation für das Projektjahr 2009/10 finden Sie in Form einer pdf-Datei nachfolgend zum Download:

Download dokumentation_santo_2009_10.pdf - 4 MB

© Foto-Ziemlich-Sulzbach / www.foto-ziemlich.de
























Etwa 80 Schüler, Lehrer, Ausbilder, Professoren und einige Ehrengäste kamen am 14. Februar in die Hochschule Aschaffenburg zur Abschluss-Präsentation der SANTO Schüler-Akademie für Naturwissenschaft und Technik in der Oberstufe 2009/2010.
Unser Foto zeigt einige der Gäste bei der Besichtigung der Projekte-Poster.

 
 

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